über den Bauzustand


Dekan warnt: „Die Pracht ist in Gefahr!“
Grabmale und Epitaphe in der Stiftskirche: An den Denkmalen auf der Südseite des Chors hat der Zahn der Zeit besonders heftig genagt

© Fränkische Nachrichten -01.06.2013

WERTHEIM. Die evangelische Stiftskirche in Wertheim ist in erster Linie natürlich ein Gotteshaus. Daneben gilt sie jedoch auch als imposantes Zeugnis der Stadtgeschichte. Diese wird in der Kirche von einer "illustren Gesellschaft erzählt", wie Dekan Hayo Büsing im Gespräch mit den FN beim Blick auf die an den Wänden des Chors angebrachten Grabmale und Epitaphien (Denkmäler) der einstigen Wertheimer Grafen und Gräfinnen humorvoll feststellt. Gleich wieder ernst wird er jedoch, wenn er an den Erhalt dieser steinernen Zeitzeugen denkt. Denn die an der Südseite befindlichen Kunstwerke sind akut gefährdet. Aufgrund von Feuchtigkeit sind im Laufe der Jahrhunderte die eisernen Verankerungen durchgerostet. Deshalb müsse schnellstens die Finanzierung geklärt werden, damit die Sanierung beginnen kann. Ursprünglich sei die Kilianskapelle als Grablege für die Wertheimer Grafen gedacht gewesen, berichtet Büsing. Doch als Graf Johann I. (gestorben 1407) mit der Erweiterung der Marienkirche die heutige Stiftskirche begründet habe, sei das neue Gotteshaus als Begräbnisstätte auserkoren worden. Kirchen seien generell Begräbnisplätze der ersten Christen gewesen, erklärt der Dekan weiter. Diese seien in "naher Erwartung des Tags der Auferstehung des Fleisches" davon ausgegangen, dass "alle wohlgeordnet und in bester Verfassung auferstehen würden". Da man am Altar die Realpräsenz Christi gefeiert habe, sei es der Wunsch gewesen, möglichst nahe dazu seinen Begräbnis-/Auferstehungsplatz zu erhalten. "Man dachte, wer näher am Altar ist, gehört bei der leiblichen Auferstehung auch zu den Ersten", bringt Büsing die damalige Denkweise auf den Punkt: "Das sind Vorstellungswelten, die uns heute ein Stück weit fremd sind." Für die einstigen Wertheimer Grafen waren diese Ansichten über Generationen hinweg wohl selbstverständlich, wie sich an den vielen Grab- und Denkmalen im Chor ablesen lässt. "Aufgrund der dynastischen Entwicklungen ist das eine sehr illustre Gesellschaft", an der sich die ganze Stadtgeschichte unter dem Aspekt ,wer mit wem' erzählen lasse, so Büsing. Insgesamt handele es sich um "ein Ensemble der Kunst- und Geschmacksrichtungen". Die edlen Damen und Herren seien in der Mode ihrer Zeit "gekleidet" und in Posen dargestellt, in denen man sich einst gut gefallen hat. Das alles mache die Stiftskirche auch für Stadtführungen besonders interessant. Solange die Grafschaft Wertheim existiert habe, seien Pflege und Erhalt der Gräber und Epitaphien Sache der Grafen und Fürsten gewesen. Büsing: "Das waren damals Staatsdenkmäler". Nach heutigem Recht gehört alles, was in die Kirche fest eingebaut ist, dem Eigentümer und somit der evangelischen Kirchengemeinde. Entsprechend ist diese auch für die laut Aussage der Verantwortlichen der Denkmalpflege "hochrangigen Kulturdenkmale in einem hochwertigen Kulturdenkmal" verantwortlich. Das bereitet Büsing momentan großes Kopfzerbrechen. Denn: "Die Pracht ist in Gefahr!" Eigentlich sei man davon ausgegangen, dass das bislang in der Mitte des Chorraums befindliche Baldachingrab, im Volksmund liebevoll ""Bettlade" genannt, in seiner Substanz am stärksten gefährdet sei. Entsprechend werde es momentan für rund 230000 Euro restauriert (wir berichteten). Die mit der Maßnahme verbundene Untersuchung der an der Südseite angebrachten Epitaphien habe ein ernüchterndes Ergebnis erbracht. Viele Steine seien von Rissen durchzogen, an manchen Stellen sogar schon Teile abgeplatzt. "Als man auf dem Gerüst stand, hat man erst gemerkt, dass das Denkmal für Graf Ludwig und Gräfin Walburga zu Stolberg-Königstein-Wertheim noch stärker gefährdet ist als die ,Bettlade'." Da aufgrund räumlicher Gegebenheiten die Südseite der Stiftskirche verstärkt durchfeuchtet ist, seien die eisernen Halteanker durchgerostet. Büsing: "Der obere Teil des Denkmals ist bereits so locker", dass er mit einer Holzsprieße provisorisch abgestützt werden musste. Zum Schutz der Kirchenbesucher sei zudem der Chorraum komplett abgesperrt worden. "Das ist jetzt wirklich ein Sicherheitsproblem", betont der Dekan die Dringlichkeit der Sanierung. Aufgrund der neuen Untersuchungsergebnisse gehe man davon aus, dass die Renovierung der "Bettlade" und der Epitaphien an der südlichen Chorseite statt der veranschlagten 400000 Euro rund 540 000 Euro kosten werde. Der vom Bund zugesagte Zuschuss betrage aber weiter maximal 100000 Euro. Die Kirchengemeinde müsse nun einen Weg finden, die zusätzlichen Kosten zu finanzieren. Büsing: "Da ist natürlich jede zusätzliche Zuwendung hilfreich." Für den ersten Bauabschnitt habe man Unterstützung unter anderem vom Bund, vom Land Baden-Württemberg, von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, der badischen Landeskirche, der Stadt Wertheim, der Prassek-Stiftung und Fürst Ludwig zu Löwenstein-Wertheim-Freudenberg erhalten. Eindeutig steht für Büsing fest: "Wir haben die gesetzliche Pflicht, alles zu erhalten. Und das wollen wir auch." Schließlich handele es sich um ein "einzigartiges Ensemble, für das es sich einzusetzen lohnt". Dafür brauche man aber auch einen langen Atem. Nun warte die Kirchengemeinde dringend auf die Co-Finanzierungszusage der Landeskirche, damit wiederum andere Geldgeber Mittel freigeben. Denn: "Einer alleine kann das nicht schultern. Man braucht eine ganze Förderkulisse." Ihm sei bewusst, dass es viele Spendenaufrufe für die Stiftskirche gebe, gibt der Dekan zu. Dennoch appelliert er an die Gemeinschaft, sich für das Kleinod einzusetzen. "Wenn wir jetzt nicht handeln, dann können wir es uns bald sparen."

Bild: Eine Stützstrebe soll den oberen Teil des in der Stiftskirche an Graf Ludwig zu Stolberg-Königstein-Wertheim erinnernden Denkmals vor dem Herabfallen schützen. Auch die weiteren, sich an der Südseite des Chors befindlichen Grabmale und Epitaphien, sind in ihrer Substanz gefährdet, weist Dekan Hayo Büsing auf deren dringend notwendige Sanierung hin.

© Susanne Marinelli

Gefährdete Kunstwerke

Die Grabmale und Epitaphien in der Wertheimer Stiftskirche sind unersetzliche Kostbarkeiten. Wie Dekan Hayo Büsing in dem Kirchenführer über das Gotteshaus schreibt, stellt es "ein Gesamtkunstwerk dar, das viele Generationen durch die wechselvolle Geschichte hindurch aus ihrem Glauben heraus mitgeprägt und mitgestaltet haben". Ein Teil dieses Erbe ist nun in Gefahr, wie Untersuchungen durch Experten in den vergangenen Monaten ergeben haben. Besonders schlecht ist der Zustand der an der Südseite des Chors angebrachten Denkmale, die nach Angaben des Kirchenführers an die folgenden Wertheimer Gräfinnen und Grafen erinnern. An dem für Graf Ludwig zu Stolberg-Königstein-Wertheim (1505 bis 1575) und seine Frau Walburga, Geborene zu Wied (gestorben 1578) erinnernde Epitaph wurden die schlimmsten Schäden festgestellt. Um ein Herunterfallen des oberen Aufbaus zu verhindern, hat man eine Stützstrebe installiert. Ebenfalls angebracht wurden Gipsmarken. Durch deren regelmäßige Kontrolle kann man feststellen, ob es weitere, für die Statik wichtige Veränderungen an dem Denkmal gibt. Risse im Steinmaterial, abgeplatzte Stellen und Verfärbungen durch Rost gibt es auch an den benachbarten, in Richtung Kirchenschiff befindlichen Kunstwerken. Gewidmet sind sie Graf Philipp Theodor von Manderscheid (1572 bis 1590), Barbara, Gräfin von Wertheim (gestorben 1556), Tochter Michaels III., sowie den Grafen Heinrich Friedrich zu Löwenstein-Wertheim-Virneburg (1632 bis 1721) und Ferdinand Karl zu Löwenstein-Wertheim-Rochefort (1616 bis 1672).

Wer die Stiftskirchengemeinde bei der Sanierung der Denkmale unterstützen möchte, kann eine Spende auf folgende Konten einzahlen: bei der Sparkasse Tauberfranken, Konto 3011111 (Bankleitzahl 67352565), oder bei der Volksbank Main-Tauber (Bankleitzahl: 67390000) unter der Kontonummer 808709. su


Kirche ist besonderer Anziehungspunkt

© Fränkische Nachrichten -20.04.2013

WERTHEIM. "Wir sind steinreich, die Betonung liegt aber auf Stein", hob Dekan Hayo Büsing im Gespräch mit den FN über die dringend notwendige Sanierung der Wertheimer Stiftskirche hervor (siehe weiteren Bericht). Mit dem Jahrhunderte alten Gotteshaus seien für die Kirchengemeinde immer wieder hohe finanzielle Ausgaben verbunden. Dieser Verpflichtung "wollen wir uns stellen. "Dabei benötigen wir aber Unterstützung. Deshalb sei er sehr froh, dass man diese vom Förderverein, von privaten Spendern, der badischen Landeskirche und auch der Stadtverwaltung immer wieder erhalte.
Was die Bedeutung der Stiftskirche angeht, nannte Büsing verschiedene Aspekte. So sei das Gotteshaus unter anderem "ein ganz wichtiger Punkt im Rahmen der touristischen Attraktivität". Man habe im vergangenen Jahr 100
000 Besucher gezählt, die "aus welchen Gründen auch immer" in der Kirche waren. Der Dekan: "Die Gästebücher sprechen Bände, wie den Leuten hier das Herz aufgeht."
Büsings eigene Begeisterung für die Stiftskirche war aus seinen Worten deutlich herauszuhören. "So ein Raum spricht unheimlich an", betonte er. Es "ist gut, Orte zu haben, an denen man einfach mal die Seele baumeln lassen kann. Jeder ist willkommen." Das Gotteshaus sei "ein passender Raum für die innere Zwiesprache, und um die Menschen zu den Sinnfragen des Lebens hinzuleiten." Büsing: "Die Ausstattungsgegenstände predigen ohne Worte." Die Worte verschlägt es dagegen wohl manchem, wenn er an die hohen Unterhaltungskosten der Stiftskirche denkt. Mit der nun unumgänglichen Sanierung der Westfassade und der noch anstehenden weiteren Außenrenovierung kommen auf die Kirchengemeinde zudem enorme Ausgaben zu. Entsprechend hob der Dekan die nötige "Hilfe von außen" hervor, um dieses Großprojekt finanziell stemmen zu können. Als sehr gelungen beschrieb er den dazu eigens vom Förderverein Stiftskirche herausgegebenen Flyer. Mit schönen Bildern dokumentiert dieser die gelungene Innensanierung. Im Innenteil und auf der Rückseite dagegen sind Aufnahmen von einigen der zahlreichen schadhaften Stellen im Mauerwerk zu sehen. Das zeige, so Büsing, "gut die zwei Seiten der Stiftskirche". Groß ist die Freude des Dekans über den Beschluss der Bischofwahlkommission, dass am 2. Juni ein Vorstellungsgottesdienst in der Stiftskirche stattfinden wird. Dabei predigt Kandidatin Dr. Kerstin Gäfgen-Track, Oberlandeskirchenrätin der Landeskirche Hannover, im Gottesdienst, der um 16 Uhr beginnt. Der Förderverein übernimmt die Bewirtung. Der Erlös kommt der Stiftskirche zugute. Außerdem planen dessen Mitglieder weitere Aktionen zugunsten der Stiftskirche, wie Vorsitzender Diether Edel erklärte. Als Beispiele nannte er den Adventsmarkt vor der Stiftskirche im Dezember sowie das A-cappella-Konzert mit der Dresdner Gruppe "Medlz" am 20. Dezember. Su

Bild: An manchen Stellen sind die Risse im Mauerwerk der Wertheimer Stiftskirche so groß,
dass man die Finger hineinstecken kann, wie Dekan Hayo Büsing zeigte. © Susanne Marinell

Stiftskirche: Durch Spannung in den Steinmauern kam es zu zahlreichen Rissen und zu Abplatzungen - Höchste Zeit für die Sanierung der Westfassade

© Fränkische Nachrichten - 20.04.2013

WERTHEIM. "Innen denkt man, alles ist super", stellte Dekan Hayo Büsing beim Anblick des 2007 erfolgreich sanierten Innenraums der Wertheimer Stiftskirche fest. Doch in den Worten des Dekans schwingt unüberhörbar auch ein "Aber" mit. Denn an den Außenmauern der evangelischen Stadtkirche hat der Zahn der Zeit in über 625 Jahren kräftig genagt. An der Westfassade zur Mühlenstraße hin ist die Lage mittlerweile so kritisch, dass schnellstens gehandelt werden muss. Nachdem die Landeskirche dem Dringlichkeitsantrag der Stiftskirchengemeinde nun stattgegeben hat, hofft Büsing auf einen baldigen Beginn der Arbeiten. "Wenn man genauer hinsieht, stellt man durchaus schadhafte Stellen fest", betonte der Dekan bei einem Vor-Ort-Termin mit den Fränkischen Nachrichten. An manchen Stellen seien die Risse oder abgeplatzten Stellen bereits so groß, dass man hineinfassen kann. Am oberen Rand des großen Westfensters (links über der Orgel) fehlt mittlerweile ebenfalls ein etwa 20 mal 40 Zentimeter großes Stück Putz. Das war für die Kirchenverantwortlichen ein eindeutiges Alarmsignal.
Fels und Schwemmland
Die statischen Probleme erklärte der Dekan mit der unterschiedlichen Beschaffenheit des Bodens, auf dem die Kirche steht. So seien der Chorraum und der sich etwa bis zur Höhe von Taufstein und Kanzel anschließende Teil auf Fels gegründet. Unter dem Langschiff jedoch befinde sich Schwemmland, verdeutlichte Büsing das Dilemma. Dass er dennoch nicht seinen Humor verloren hat, zeigte sein folgendes Fazit: "Zugespitzt könnte man sagen, die Stiftskirche wurde unbiblisch gebaut." Schließlich heiße es schon in der Bibel: "Du sollst dein Haus nicht auf Sand bauen." Doch das den Altvorderen nun vorzuwerfen, nutzt nichts. Es gilt, die vorhandenen Schäden auszubessern, und das Gotteshaus vor neuen zu bewahren. Das ist aber offensichtlich gar nicht so einfach. Denn nach den Worten Büsings hat sich das Kirchenschiff inzwischen um 20 bis 25 Zentimeter abgesenkt. Im Zusammenspiel mit der Gebäudehöhe führten die auf die Mauern wirkenden Hebelkräfte zu Rissen. Besonders betroffen ist das 18 Meter hohe Langhaus. Nicht gerade einfacher mache das Ganze die Tatsache, dass die Kirche als zweischaliges Mauerwerk erstellt wurde, erklärte der Dekan weiter. Jahrhundertelang habe man die immer wieder aufgetauchten Risse "einfach überputzt". Entsprechend sei heutzutage an der Wandoberfläche nur ein dünner Haarriss zu sehen. Unter den zahlreichen Farb- und Putzschichten sehe es jedoch meist ganz anders aus. Bei der 2005 erfolgten Sanierung des Dachstuhls und des vom Einsturz bedrohten Mauerwerks habe man geglaubt, dass das Anbringen eines Ringankers um den Chorraum und das Langschiff zur Sicherung ausreichen werde. Doch sei die aufgrund des großen Fensters "sehr dünne" Kirchenwestseite, wo der Ringanker wie bei einem "U" auslaufe, als Schwachpunkt geblieben. Deutlich vor Augen geführt wurde das im Frühsommer 2012, als an der oberen Innenseite des Fassadenfensters ein Stein etwas nach unten rutschte. Der Dekan: "Seine konische Form hat den Stein gebremst. Aber der entstandene Riss geht nach unten durchs Fenster und nach oben bis zur Decke." Als Auslöser, nicht aber Verursacher, nannte Büsing die damaligen Pflasterarbeiten im Umfeld der Kirche. Das Rütteln der Baumaschinen sei quasi "der berühmte Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen" brachte und die bereits in der Mauer herrschenden Spannungen löste.
Weitere Schäden möglich
Damals sei für die Verantwortlichen der Kirchengemeinde, die Eigentümer der Stiftskirche ist, klar gewesen: "Wenn wir jetzt nicht handeln, kann es zu weiteren Schäden am bereits sanierten Innenbereich kommen." Zudem habe man die Gefahr gesehen, dass von der Außenfassade Putzplatten oder gar Steine herunterfallen. "Da stand fest, aufgrund unserer Verkehrssicherungspflicht können wir nicht länger warten." Das sah wohl auch der Oberkirchenrat der evangelischen Landeskirche Baden so, an den die Kirchengemeinde im Herbst einen Dringlichkeitsantrag zur Außensanierung gestellt hat. Büsing freute sich über den Anfang April ergangenen Bescheid, "dass wir nun mit der Sicherung der Westfassade auf Platz 1 der Prioritätenliste stehen". Diese Sicherungsarbeiten sollen in einem ersten Bauabschnitt nun so schnell wie möglich beginnen. Vorgesehen sei, an mehreren Stellen durch Bohrlöcher Stahlanker, so genannte "Nadeln", einzuziehen, alles mit einer Art "Zementleim" auszuspritzen und so mit dem Mauerwerk zu verbinden. Die Kostenschätzung dafür betrage rund 130000 Euro. Davon müsse die Kirchengemeinde 55000 Euro an Eigenmitteln tragen sowie dann den von der Landeskirche gewährten Kredit von 25000 Euro zurückzahlen. Glücklicherweise gewähre die Landeskirche einen Zuschuss von 50000 Euro. Zudem hoffe man, wie schon bei früheren Maßnahmen auch von der Stadt Wertheim finanziell unterstützt zu werden. Mittel aus der Denkmalpflege seien ebenfalls beantragt. In einem späteren, noch nicht terminierten Bauabschnitt wolle man die weiteren Schäden an Chor und Langhaus beheben. Das koste noch einmal zirka 350000 Euro. Insgesamt seien in den vergangenen acht Jahren schon 1,8 Millionen Euro in das Gotteshaus investiert worden. Davon betrage der Eigenanteil der Kirchengemeinde 40 Prozent (zirka 720000 Euro). Angesichts dieser Summen betonte der Dekan: "Wir sind froh über jede Unterstützung."

Bild: Der statische Zustand der Wertheimer Stiftskirche bereitet allerhand Probleme. Akut gefährdet ist die Westfassaden, die nun in einem ersten Bauabschnitt gesichert werden. In einer späteren, zweiten Bauphase will man weitere Schadstellen im äußeren Mauerwerk reparieren und die Kirche außen renovieren.
© Susanne Marinell
 
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